Die kleine Flaneursfibel

Die kleine Flaneursfibel

Kommen Sie herein! Flanieren Sie mit uns!
und damit Sie sich rundum wohlfühlen, uns wohlgesonnen bleiben und von dem Kulturgenuss wohlgemut noch lange schwärmen und allzugerne wiederkommen, haben wir sieben magische „Flanierpunkte“ in unserer Fibel für unsere werten Gäste aufgeschrieben:

1. Melden Sie sich an! Per Email, mündlich oder über Dritte. Mehr als 50 Menschen können wir nicht unterbringen, sonst wird es für alle ungemütlich und der Kulturgenuß ist getrübt. Und die Sachen mit dem Schoß des Stuhlnachbarn hat sich nicht bewährt.

2. Kommen Sie pünktlich! Am liebsten zwischen 19.40 und 19.50 Uhr. Ab 20 Uhr geben wir alle reservierten Sitzplätze frei.

3. Öffnen Sie Herz und Brieftasche! Der Kultursalon lebt von Ihren Spenden und Ihrer Großzügigkeit. Füttern Sie deshalb generös den Spendenhut für Künstler und Organisatoren am Eingang und das Spendenglas in der Küche für Speisen und Getränke.

4. Behalten Sie Ihre Trinkgläser im Blick. Die Salonabende finden in einer Privatwohnung statt – mit begrenztem Vorrat an Geschirr. Bitte stellen Sie die Gläser nach Gebrauch auf den Tischen ab oder bringen Sie sie in die Küche. Ungeeignete Abgabestellen sind u.a. Leerräume hinter dem Bücherregal, unter dem Sofa oder auf der Fensterbank im Treppenhaus.

5. Still genießen. Gehen Sie nach einem Salonabend aus Rücksicht auf die Nachbarn leise die Treppe hinunter. Auf der Straße können Sie dann gerne munter und lautstark alles in den Himmel loben oder in Grund und Boden kritisieren.

6. Asche zu Asche … ! Unsere Balkonpflanzen mögen am liebsten Wasser pur, bei Nikotin und Teer bekommen Sie Aussschlag. Deshalb bitte die Aschenbecher auf dem Balkontisch benutzen.

7. Lob und Kritik äußern. Am Eingang liegt ein Gästebuch aus. Bitte tragen Sie dort ein, was Ihnen gefallen oder was Ihnen nicht gefallen hat.

Das Publikum war heute wieder wundervoll,
und traurig klingt der Schlussakkord in Moll.
Wir sagen Dankeschön
und Auf Wiedersehen,
schaun sie mal wieder rein,
denn etwas Schau muss sein –
und heißt es Bühne frei,
dann sind Sie mit dabei,
die Schau muß weiter gehn, auf Wiedersehen…